Über uns

Ich lebe mit meiner Familie, meinem Mann und meinen 12-jährigen Zwillingssöhnen Henrik und Jonas, und unseren vielen Tieren im schönen Harzvorland in Goslar, einer tausendjährigen Kaiserstadt und Weltkulturerbe. Wir wohnen in einem Randgebiet, im Gewerbegebiet Baßgeige. Mein Mann ist Tierarzt von Beruf und führte bis 2000 nebenberuflich einen landwirtschaftlichen Betrieb. Daher sind wir noch vorwiegend von ländlicher Gegend und landwirtschaftlichen Nutzflächen und von unseren zum Teil ehemaligen Stallgebäuden umgeben. Bei uns leben fünf Pferde, Hühner und ein Hahn, Peking- und Indische Laufenten, Kanarienvögel, Wellensittiche, vier Katzen, diverse Goldfische und fünf Hunde, die Pflegehunde mit inbegriffen.

Einiges über mich, Sandra. Ich wurde im Januar 1971 in Goslar geboren und bin dort bei meinen Eltern und meinem Bruder großß geworden.
Nach der Schule versuchte ich einen Ausbildungsplatz als Tierarzthelferin zu bekommen. Dies gelang mir leider nicht. Dafür konnte ich 1988 ein Praktikum in einem Altenheim beginnen, an dem sich von 1989 bis 1992 eine Ausbildung als Krankenschwester anschloss, die ich erfolgreich mit einem staatlichen Examen beendete. In diesem Beruf war ich bis 1994 tätig, bis meine Zwillinge „Henrik“ und „Jonas“ im Januar 1995 geboren wurden. Zurzeit betreibe ich eine Hundeschule.

Naja, und wie es sich erahnen lässt, begleiteten mich in meinem Leben ganz viele Tiere. Das ging wohl vom Wellensittich bis hin zum Reitpferd und wie sollte es sein eine wahre „Tier-Faszination“ war entfacht.

Auch heute noch besitzen mein Mann und ich Jagdpferde und sind Mitglieder in der Hessenmeute, einem Schleppjagdverein.
Im Herbst reiten wir mit unseren Pferden Parforceschleppjagden hinter Hundemeuten. Aus diesem Grunde beherbergten wir immer ein oder zwei Foxhounds, die ihr Gnadenbrot bei uns bekamen. Diese begleiteten uns dann, solange es ihre Gesundheit zuließ als Reitbegleithunde.

Foxhounds sind wie gesagt Meutehunde und leben meist lebenslang in einem Meuteverband. Aus Altersgründen mussten wir einen von den beiden von uns beherbergten Foxhounds 1997 erlösen. Ein Ersatz aus der Hessenmeute war zu der Zeit leider nicht zu bekommen. Einen Foxhound alleine sollte man aber aus den oben genannten Gründen auch nicht halten. Da lag es nahe sich im Tierheim Goslar nach einem geeigneten Reitbegleithund und Familienhund umzuschauen.

Und siehe da, nach hitzigen Diskussionen mit meinem Mann, (das „Für“ und „Wider“ eines Schäferhundes wurde diskutiert) kam am 08.07.1997 die Schäferhundhündin Senta ins Haus. Zwischen Senta und mir war es „Liebe auf den ersten Blick“. Ich war einfach hin und weg.
Da uns leider aus Altersgründen auch bald der zweite Foxhound nicht mehr am Pferd begleiten konnte, und ich mit Senta die besten Erfahrungen gemacht hatte, konnte ich dieses Mal meinen Mann schnell zu einem weiteren Tierheimhund überreden. 

Tja, und so wurde Zilly am 23.05.2000 ebenfalls zu einem Familienmitglied. Meine Kinder Henrik und Jonas waren zu dieser Zeit fünf Jahre alt und zeigten schon langsam Interesse am Umgang mit den Hunden.
Eines Tages konnte ich durch das Fenster beobachten, wie die Kinder mit den Hunden im Garten spielten und Zilly mit wachsender Begeisterung durch einen von den Kindern hochgehaltenen Reifen sprang. Es sah aus als kannte sie diese Beschäftigung schon und meine Gedanken wurden auf die Sportart „Agility“ gelenkt, die stark im Kommen war.

Durch Zufall wurde ich über eine Zeitungsankündigung Zaungast bei einem Agilityturnier in Goslar, veranstaltet vom Schäferhundeverein. Dort erfuhr ich, dass geplant war für Interessenten einen Agility-Schnupperkurs zu geben, beginnend ab Mai 2001. Dieser Kurs ging bis zum November 2001 und so wurden die Leidenschaft und die Grundkenntnisse für den Agilitysport gelegt.
Während dieses Kurses lernte ich eine jetzige Freundin kennen, die ebenfalls diesen Schnupperkurs mit einem Australian Shepherd Rüden besuchte, einer mir bis dato unbekannten Rasse. Ich lernte diese Rasse kennen und schätzen und schnell stand fest, wenn irgendwann noch mal ein Hund, dann einen Australian Shepherd.

Und so wurde der Einzug von meiner Australian Shepherd Hündin Balou geplant und endlich am 20.09.01 verwirklicht.

Nachdem der Agilitykurs beendet war, stand für meine Freundin und mich schnell fest, wir wollten weiter machen.

So konnten wir ab November in der Turnierhundegruppe mittrainieren. Über das Winterhalbjahr trainierten wir nicht nur für den Agilitysport, sondern auch mit unseren Hunden für eine Begleithundeprüfung, denn es stand fest, wir wollten diesen Sport auch turniermäßig ausüben und die Voraussetzung war eine bestandene Begleithundeprüfung (BH).
Im Oktober 2002 stellte ich dann Senta und Zilly zur Begleithundeprüfung vor. Senta bestand die Prüfung auf Anhieb und so stand Senta und mir für einen Start auf einem Agilityturnier nichts mehr im Wege. Da Senta nicht mehr ganz jung war und sich geweigert hat bei den Hürden ihre eigentliche Sprungmaße zu überspringen, meldete ich sie von Anfang an in der Seniorenklasse.
Und siehe da, bei unserem ersten Turnierstart im August 2002 konnten wir mit 0 Fehlern gleich den zweiten Platz belegen. Ich bin mit Senta meist erfolgreich auf Agilityturnieren gelaufen bis sie nach der Turniersaison 2002 gesundheitliche Schwierigkeiten mit dem Rücken und den Hinterläufen bekam und ich sie dadurch aus dem Turnierhundesport genommen habe.

In der Ausbildung befand sich zu der Zeit schon meine Nachwuchshündin Balou. Die BH Prüfung konnte ich sehr erfolgreich mit ihr im Oktober 2002 absolvieren und hatte somit die ganze kommende Turniersaison 2003 vor mir. In diesem Winter lernte ich Philipp Müller-Schnick kennen und besuchte ein Agilityseminar bei ihm.
Ich war so begeistert und mein Hund und ich haben in den zwei Tagen so viel dazugelernt, dass ich weiterhin regelmäßig mit meinen Hunden mindestens zweimal im Jahr Seminare bei Philipp Müller-Schnick und Thomas Behrendt besuche. Nach nur einer Turniersaison konnte ich mit Balou aus der A1 in die A2 aufsteigen. Nach nur vier Turnieren in der A2 war der Aufstieg in die A3 gesichert.

Bei den hervorragenden Eigenschaften und Leistungen dieses Hundes war schnell der Grundstock für den Einzug eines weiteren Familienmitgliedes gelegt. Im August 2003 hielt eine Vollschwester meiner Hündin Balou bei uns Einzug. Flash war leider die einzige Hündin ihres Wurfes, so dass ich  nicht die Wahl zwischen mehreren Hündinnen hatte. Das Verhältnis zwischen mir und dem Hund war nicht so innig wie zwischen Balou und mir, die von Anfang an „mein“ Hund war. Erschwerend kam hinzu, dass der Junghund immer im Schatten ihrer Schwester stand und so hatte ich bald ein hausgemachtes Triebproblem. Der junge Hund zeigte wenig Lust zum sportlichen Arbeiten. Durch gutes Zureden von meinem Mann und Freunden biss ich mich trotzdem durch und bestand mit ihr im Mai 2005 die BH, oft an den Rand der Verzweiflung gebracht.

Inzwischen war bei meinen Söhnen der Wunsch aufgekommen, auch den Agilitysport zu betreiben und da Flash der Lieblingshund meines Sohnes Jonas ist, übernahm er den Hund Anfang des Jahres 2005 im Training und auch auf Turnieren. Plötzlich für „voll“ genommen und als alleiniger Hund von ihm geführt, baut Flash im Trieb und auch in ihren Leistungen auf und das junge Team hat mich inzwischen davon überzeugt, dass sie zusammen ihren Weg gehen werden. Eine schnelle erste Platzierung in der A1 war der beste Beweis dafür. Inzwischen hat auch dieses Team die Qualifikationen bis in die A3 geschafft.
Da ich selber als Hundeführer inzwischen große Fortschritte gemacht habe und mit meiner Hündin Balou die VDH Deutsche Meisterschaft 2004 erfolgreich besucht habe, reifte in mir der Wunsch einen Hütehund mit VDH-Papieren im Agilitysport auszubilden. Dafür kam nur ein Border Collie in Betracht, der mit dem Australian Shepherd artverwandt ist, aber an den ich mich bisher aufgrund des extrem hohen Triebes noch nicht herangetraut hatte.

Ich informierte mich und fand eine Züchterin im meiner Nähe, die gerade einen Wurf Welpen hatte. Beide Elterntiere gefielen mir gut und es waren noch drei Hündinnen zu vergeben. Der Zeitpunkt war zu früh, ich wollte erst 2006 einen neuen Hund. Aber meistens kommt es anders als man denkt. Nachdem ich fast zwei Wochen jeden Tag die Welpen besucht hatte und mit mir gerungen habe, hielt am 18.03.2005 ein weiteres Familienmitglied Einzug. Amely hat im Juli 2006 erfolgreich die Begleithundeprüfung bestanden und läuft inzwischen in der A3. Die Ausbildung ist noch lange nicht abgeschlossen, da Amely und ich höhere Ziele vor Augen haben. Sie ist aber in allen Bereichen sehr eifrig und findet auch am Flyball, das wir nur hin und wieder und nebenbei mal betreiben, ihren Spaß.

Ungewollt, aber leider passiert, hatte meine Hündin Balou 2005 nicht nur die sportlichen Aspekte im Blick, sondern gedachte Mutter zu werden. Dazu suchte sie sich, „Gott sei Dank“, einen Border Collie Rüden aus, mit dem sie ungewollt Hochzeit feierte. Na ja, es hätte schlimmer kommen können. Nach einer Gebärmutterentzündung, bei der die Hündin beinahe ihr Leben gelassen hätte, kam eine Abtreibungsspritze aus gesundheitlichen Gründen nicht in Betracht. So wurde Balou am 27.05.2005 Mutter von fünf kleinen wuseligen und agilen Border Collie / Australian Shepherd Welpen. Drei Welpen konnte ich in die guten Hände von agilitysportbegeisterten Hundeführern geben, einen vierten in eine nette Familie, nur für den fünften fanden sich zum Abgabezeitpunkt nicht die geeigneten Hände. So blieb er, wie sollte es auch anders sein bei Familie Naacke-Knorr hängen und auch mein zweiter Sohn Henrik hat nun einen Hund den er in den Bereichen BH und Agility ausgebildet hat. 

Wenn erstmal eine gewisse Anzahl an Hunden überschritten ist, wird die Hemmschwelle kleiner und auf einen mehr oder weniger kommt es nicht an.
Im Mai 2007, veränderten sich die beruflichen Begebenheiten der Familie, in der einer unserer früheren Welpen ein Zuhause gefunden hatte. Der Hund ist in der Welpenspielstunde und in der Junghundegruppe gut ausgebildet worden. Es war aber leider keine Zeit geblieben, den Hund auch in sportlichen Bereichen auszubilden und ihm eine Aufgabe zu geben. Durch die noch dazu kommende berufliche Veränderung, konnte man dem Hund nicht mehr gerecht werden, und so habe ich zurzeit einen Bruder unseres Age, unseren Myko, vorübergehend wieder in unserer Familie aufgenommen. Er wird von mir und meinen Söhnen in den Bereichen Begleithundeausbildung, Agility und Flyball geführt und ausgebildet. Wir suchen für ihn aber ein geeignetes und diesmal hoffentlich endgültiges Zuhause bei Menschen, die genügend Zeit aufbringen können ihn in einer Hundesportart zu führen, die nicht den Hund ganztägig sich selbst überlassen müssen und die idealerweise auch schon einen oder mehrere Hunde besitzen, da er sehr verträglich mit anderen Hunden ist und in unserem Rudel richtig aufgeblüht ist.

Ein großer Wunsch von mir war schon immer, von meinen eigenen Hündinnen, die Beachtliches im Agilitysport leisten, mindestens einen Wurf zu ziehen.
Anfang des Jahres 2007 stieß ich dann durch Zufall auf die Internetseite des CASD. Bis dahin hatte ich zwar versucht Erkundigungen einzuziehen, ob Möglichkeiten bestehen, für unsere Australian Shepherds oder deren Nachkommen VDH-Papiere beantragen zu können, was aber immer verneint wurde, bzw. angeblich mit großen Schwierigkeiten über drei Generationen verbunden sein würde. Umso überraschter war ich, als ich von diesem relativ jungen Zuchtverband erfuhr und für mich stand sofort fest, über diesen Verband Australian Shepherds mit VDH-Papieren züchten zu wollen. In Deutschland ist es nur möglich an Qualifikationsläufen zur Weltmeisterschaft oder an der Weltmeisterschaft selbst mit Hunden teilzunehmen, die VDH-Papiere besitzen. Da dies mit Australian Shepherds nicht möglich war, hatte ich mich ja eigens bei der Anschaffung einer meiner letzten Hunde für einen Border Collie mit VDH-Papieren entschieden, was ich im Übrigen nicht eine einzige Sekunde bereut habe. Beides sind äußerst liebenwerte Rassen und sich in gewisser Weise auch recht ähnlich.

Nachdem ich im Februar 2007 nun Mitglied im CASD geworden bin und einen Zwingernamenschutz beantragt und genehmigt bekommen habe, meine Hündinnen HD- und ED-geröntgt und ausgewertet sind, die Augen untersucht, sie phänotypisiert und gekört worden sind, steht der Australian Shepherd Zucht mit VDH-Papieren nun doch nichts mehr im Wege.